Wasser ist ein entscheidender Faktor für das gesunde Wachstum von Pflanzen, sei es im Gemüsegarten oder in Töpfen. Während der sommerlichen Hitzewellen fällt leider nur selten Regen, sodass eine Bewässerung notwendig ist — angepasst an die Bedürfnisse der Pflanzen und die klimatischen Bedingungen. Um richtig zu giessen, solltest du einige Empfehlungen beachten. Hier findest du unsere Tipps zum Giessen und einige Tricks, wie du weniger häufig giessen musst!

Die Giesskanne ist das unverzichtbare Werkzeug des Gärtners während der gesamten Gartensaison.
Wie giesst man seine Pflanzen richtig?
Bei Trockenheit sind die Wasserspeicher im Boden schnell ausgeschöpft. Damit deine Pflanzen nicht vertrocknen, solltest du bei Bedarf giessen. Dabei gibt es einige Punkte zu beachten:
- Giesse vorzugsweise früh am Morgen oder spät abends. Ein plötzliches Giessen in praller Sonne kann Stress verursachen und deine Pflanzen schwächen.
- Vermeid die kalte Dusche: genau wie du bevorzugen Pflanzen aufgewärmtes Wasser. Fülle deine Giesskannen am Morgen und lass sie tagsüber von der Sonne aufwärmen!
- Vermeid das Benetzen der Blätter: giesse möglichst bodennah, damit das Wasser dort verfügbar ist, wo es gebraucht wird — bei den Wurzeln. Nasse Blätter sind zudem anfälliger für Pilzkrankheiten wie Mehtau oder Peronospora, besonders bei Tomaten, Zucchini und Gurken.
- Wasser ist kostbar, geh sorgsam damit um! Verwende wenn immer möglich Regenwasser, das nicht nur gratis, sondern auch viel weicher ist. Dein Boden wird es dir danken. Vermeide ein grossflächiges Giessen mit Regner oder Düse: gezieltes Giessen deiner Pflanzen ist effizienter und verringert zudem den Unkrautdruck!
Wie automatisiert man die Bewässerung?
Das Bewässern ist wichtig, aber es kann je nach Grösse des Gartens sehr zeitaufwändig sein. Noch schlimmer: ein einziges Versehen kann dazu führen, dass die Pflanzen ernsthaft vertrocknen! Glücklicherweise gibt es Lösungen, um die Bewässerung einfach und effektiv zu automatisieren.
Les ollas
Ollas, die zwischen Tomatenpflanzen gepflanzt sind
Ollas (manchmal auch Oyas geschrieben) sind unglasierte Keramik- oder Terrakotta-Töpfe, die im Boden vergraben werden. Die porösen Wände der Olla ermöglichen es dem Wasser, langsam einzusickern, sodass der Boden rund um die Olla über einen langen Zeitraum feucht bleibt. Das hilft, das Austrocknen der Pflanzen zu verhindern — auch bei starker Hitze und Dürre. Ollas sind ausserdem eine hervorragende Lösung gegen Staunässe, da Wasser nur dann einsickert, wenn es notwendig ist. Sie sparen Wasser und bewässern die Pflanzen gleichmässig. Erfahre mehr in unserem Blogartikel: Ollas im Garten.
Tröpfchenbewässerung
Die Tröpfchenbewässerung ist eine der effizientesten Bewässerungsmethoden für den Gemüsegarten. Sie liefert das Wasser direkt an die Pflanzenbasis — genau dort, wo die Wurzeln es brauchen, ohne Verschwendung. Im Vergleich zur Giesskanne oder zum Regner lässt sich der Wasserverbrauch um 30 bis 50 % reduzieren. Hier auf unserem Hof ist es unsere liebste Lösung — praktisch und zuverlässig. Einsteigersets gibt es in den meisten Gartenfachgeschäften ab etwa zwanzig Franken. Eine Investition, die sich durch Wassereinsparung und gewonnene Zeit schnell bezahlt macht!
Wie viel Wasser brauchen deine Pflanzen wirklich im Sommer?
Die ideale Wassermenge hängt von der Bodenart, der angebauten Pflanzenart und den Wetterbedingungen ab. Pflanzen in Töpfen trocknen zum Beispiel viel schneller aus: Manche benötigen bei Temperaturen über 30 °C eine tägliche Bewässerung. Hier sind einige praktische Richtwerte — passe sie an deine Situation, deine Sorten und deine Anbaumethoden an.
Der Fingertest: dein bestes Diagnosewerkzeug
Steck vor dem Giessen einen Finger bis zum zweiten Knöchel in die Erde. Fühlt sich die Erde feucht an, muss nicht gegossen werden. Ist sie trocken, ist es Zeit zu handeln. Dieser einfache Handgriff verhindert sowohl Wassermangel als auch Überwässerung — beides bedeutet Stress für die Pflanzen.
- Tomaten: wasserhungrige Pflanzen, die regelmässiges und tiefes Giessen schätzen (3 bis 5 Liter pro Pflanze pro Woche). Unregelmässige Bewässerung begünstigt das Platzen der Früchte und die Blütenendfäule.
- Zucchini und Gurken: grosszügig giessen, aber das Benetzen des Laubs vermeiden, um Peronospora vorzubeugen.
- Karotten und Radies: bevorzugen konstante, leichte Feuchtigkeit. Zu trockener Boden führt zu holzigen oder gespaltenen Wurzeln.
- Salate: hitzeempfindlich und neigen schnell zum Schossen. Abends giessen und bei Bedarf teilweise beschatten.
- Topfpflanzen (Cherrytomaten, Peperoni, Kräuter): jeden Morgen die Substratfeuchtigkeit prüfen, indem du einen Finger 2 cm tief in die Erde steckst.
Häufige Fragen zur Sommerbewässerung
Früh am Morgen (vor 9 Uhr) ist ideal: Das Wasser hat Zeit, in den Boden einzudringen, bevor die Hitze des Tages einsetzt. Am Abend (nach 19 Uhr) funktioniert es auch, kann jedoch Pilzkrankheiten fördern, wenn die Blätter über Nacht nass bleiben. Vermeiden Sie unbedingt, in der prallen Sonne zwischen 11 Uhr und 17 Uhr zu giessen.
Die ersten Anzeichen von Wasserstress sind: hängende oder eingerollte Blätter, rissige Erde rund um die Pflanze, stumpfes graugrünes Laub. Bei bestätigtem Stress lieber schrittweise giessen als auf einmal grosse Mengen.
Ja, es ist eine der am besten dokumentierten Praktiken im biologischen Gartenbau. Mehrere Studien in der Agronomie haben gezeigt, dass eine 7 cm dicke Mulchschicht die Bodenverdunstung im Sommer um 40 bis 50 % reduzieren kann.
Bei fehlendem Regen und Temperaturen über 28 °C planen Sie 2 bis 3 Bewässerungen pro Woche für Pflanzen im Boden und täglich für Topfpflanzen. Mit Mulchen können Sie diese Häufigkeit oft um die Hälfte reduzieren. Der beste Ansatz ist natürlich, eigene Experimente durchzuführen, da jeder Garten einzigartig ist!
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- Irrigation au goutte à goutte, Mémento de l’agronome, Ministère de la Coopération française, Paris 1980 T-Systems Europe S.A., 7 chemin de Novital, Z.I. la Pointe, 81150, Lespinasse (Toulouse) France.
Wie giesst man seine Pflanzen im Sommer richtig?