Zum Inhalt springen
Die besten Biosamen für Ihren Garten| Schnelle Lieferung 🇨🇭

Bio-Himbeeren anbauen: der komplette Ratgeber

Entdecken Sie unsere Tipps für den Anbau von Himbeeren in Ihrem Biogarten – von der Pflanzung über die Pflege bis zum Aufbinden.
11. September 2026 durch
Bio-Himbeeren anbauen: der komplette Ratgeber
Andréane Varone
| Noch keine Kommentare
Süss und leicht säuerlich schmecken Himbeeren sowohl frisch als auch im Dessert oder als Konfitüre. Möchten Sie Himbeersträucher pflanzen, um die Früchte griffbereit zu haben? In diesem Artikel erfahren Sie alles Wichtige, um Himbeeren erfolgreich anzubauen und eine schöne Ernte in Ihrem Biogarten zu erzielen.


Wann pflanzt man Himbeersträucher?

Himbeersträucher können zwischen März und November gepflanzt werden. Bei Zollinger Bio empfehlen wir eine Pflanzung im Herbst: Der Boden ist noch warm, sodass die Wurzeln genügend Zeit haben, sich vor dem Winter gut zu entwickeln, was eine Fruchtbildung bereits ab dem Frühlingsbeginn begünstigt.

Welchen Standort für meine Himbeersträucher wählen?

Wählen Sie vor der Pflanzung einen sonnigen Standort und sorgen Sie für genügend Platz für die Wurzelentwicklung des Strauchs.

Was den Boden betrifft, sind Himbeersträucher relativ anspruchsvoll. Für eine schöne Ernte bevorzugen Sie einen tiefgründigen, lockeren, humus- und nährstoffreichen Boden. Achten Sie darauf, dass der Boden gut durchlässig ist: Staunässe begünstigt Fäulnis.

Wie bereitet man den Boden vor der Himbeerpflanzung vor?

Jäten Sie den gewählten Standort sorgfältig und lockern Sie die Erde auf. Ist Ihr Boden schwer, können Sie ihn mit Kompost verbessern oder Ihre Himbeersträucher auf einem Erdhügel pflanzen.

«Um Ihren Boden vor einer Pflanzung zu verbessern und aufzulockern, können Sie eine Gründüngung für verdichtete Böden aussäen: Die im Saatgutmix enthaltenen Arten fördern die Durchwurzelung der verschiedenen Bodenschichten.»

Guillaume
Produktionsleiter bei Zollinger Bio

Wie pflanzt man Himbeersträucher?

  1. Tauchen Sie die Jungpflanzen ein bis zwei Minuten in Wasser, um die Wurzeln zu befeuchten.
  2. Heben Sie Pflanzlöcher aus, die etwa doppelt so gross wie der Wurzelballen sind. Lassen Sie 30 bis 50 cm zwischen den Pflanzen und 2 m zwischen den Himbeerreihen.
  3. Pflanzen Sie Ihre Jungpflanzen 1 bis 3 cm tiefer als der obere Rand des Wurzelballens.
  4. Füllen Sie das Loch mit Erde auf und drücken Sie sie leicht an.
  5. Giessen Sie Ihre frisch gepflanzten Himbeersträucher grosszügig.


Pflege der Himbeersträucher


Düngung

Düngen Sie Ihre Himbeersträucher massvoll, vorzugsweise zu Beginn des Frühlings. Sie können beispielsweise Beinwelljauche verwenden – diese stärkt das Pflanzengewebe und erhöht so die Widerstandsfähigkeit der Pflanzen.

Himbeersträucher aufbinden

Da die Triebe der Himbeersträucher bis zu 2,5 Meter lang werden können, empfiehlt es sich, sie aufzubinden. 

  1. Stellen Sie zu beiden Seiten der Reihe je zwei Holzpfähle auf.
  2. Spannen Sie Doppeldrähte zwischen den Pfählen in 60, 130 und 180 cm Höhe.
  3. Führen Sie die Triebe der Himbeersträucher zwischen den Drähten hindurch.

Aufbinden der Himbeersträucher.

Illustration des Aufbindens der Himbeersträucher.

Bewässerung

Während der Blüte und des Fruchtwachstums ist eine regelmässige und reichliche Bewässerung notwendig. Achten Sie jedoch darauf, Staunässe zu vermeiden, da diese Krankheiten begünstigt. Um eine regelmässige Wasserversorgung sicherzustellen, können Sie Oyas zwischen den Himbeerpflanzen installieren.

Mulchen

Um das Wachstum von Unkraut zu begrenzen und die Bodenfeuchtigkeit zu erhalten, können Sie zwischen den Himbeersträuchern Rasen ansäen oder eine Mulchschicht anlegen. Es ist auch möglich, niedrig wachsende Blumen oder Gemüse am Fuss der Pflanzen zu setzen, um den Boden zu bedecken. Himbeersträucher lassen sich zum Beispiel gut mit Ringelblumen, Vergissmeinnicht oder Schafgarbe kombinieren.

Schnitt

Die Schnittmethode hängt von der Himbeersorte ab:

  • Sommerhimbeeren: Die Früchte bilden sich an den Trieben des Vorjahres. Schneiden Sie nach der Ernte oder im Winter nur die Triebe, die Früchte getragen haben, bodennah ab.
  • Herbsthimbeeren: Die Früchte bilden sich an den Trieben des laufenden Jahres. Lassen Sie diese im Frühling wachsen und schneiden Sie im Winter alle Triebe zurück, um den Neuaustrieb zu fördern.


Krankheiten und Schädlinge bei Himbeersträuchern


Botrytis

Himbeeren können von Grauschimmel befallen werden. Diese Pilzkrankheit, auch Botrytis genannt, entwickelt sich bei feuchter Witterung, meist im Herbst. Ein grauer Belag überzieht die Himbeeren, die schliesslich weich werden und vertrocknen. Um das Risiko zu verringern, achten Sie auf ausreichenden Pflanzabstand und ein gutes Aufbinden, damit die Luft gut zirkulieren kann und keine Staunässe entsteht.

Anthraknose

Wenn Sie kleine rote oder rosafarbene Flecken an den Trieben entdecken, könnte es sich um Anthraknose handeln, eine bei Himbeersträuchern häufige Krankheit. Entfernen Sie in diesem Fall die betroffenen Triebe umgehend.

Kirschessigfliege

In der Schweiz hat Agroscope die Kirschessigfliege, auch als Suzukii-Fliege bekannt, als Schädling der Himbeersträucher identifiziert. Die Kirschessigfliege legt ihre Eier in den Himbeeren ab. Die Larven entwickeln sich im Inneren der Frucht, wodurch diese beschädigt wird. Um ihr Auftreten vorzubeugen, empfiehlt es sich, regelmässig zu ernten und Ernterückstände zu entfernen. Ein früh angebrachtes, feinmaschiges Netz (1,3 mm) kann die Himbeeren zusätzlich schützen.


Bio-Himbeersetzlinge kaufen

Wenn Sie sich für den Anbau von Himbeeren entscheiden, bieten wir zertifizierte Bio-Jungpflanzen auf unserer Jungpflanzen-Bestellseite an. Um die für Sie passende Sorte zu finden, konsultieren Sie unseren Beerensorten-Vergleich.

Bio-Himbeeren.

Entdecke unsere Bio-Himbeersetzlinge


Häufig gestellte Fragen zu Himbeeren


Das ist möglich, sofern Sie ein tiefes Gefäss und eine für die Topfkultur geeignete Himbeersorte wählen.

Nein, der Himbeerstrauch ist selbstfruchtbar: Eine einzige Pflanze reicht aus, um Früchte zu produzieren.

Eine Jungpflanze trägt in der Regel bereits in der ersten oder zweiten Saison nach der Pflanzung ihre ersten Früchte.

Im Gegensatz zu den meisten Gemüsearten im Garten lässt sich der Himbeerstrauch nicht sortenecht aus Samen nachziehen. Die angebauten Sorten stammen aus Kreuzungen; eine Aussaat ergibt Pflanzen, die genetisch von der Mutterpflanze abweichen, mit unvorhersehbarem Geschmack, unvorhersehbarer Wuchskraft und Produktivität.

Für weitere Informationen 

  • Schnüriger, M. (2024). Atlas der Beeren und Früchte (1. Aufl.). Édition lmz, in Zusammenarbeit mit der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) – Institut für Umwelt und Natürliche Ressourcen. ISBN 978-3-03888-400-2. Link zum Atlas
  • Agroscope & Fruit-Union Suisse. (2022). Handbuch «Beeren». Link zum Leitfaden


Diesen Beitrag teilen
Stichwörter
Archiv
Anmelden , um einen Kommentar zu hinterlassen