Januar: Zeit für Gartenplanung! - 13. Januar 2020

Ein bisschen Zeit für die Gartenplanung zu investieren ist unglaublich wertvoll: die Beete können optimal eingeteilt und die Aussaaten gestaffelt werden. Somit sorgt man nicht nur für gesunde Pflanzen, sondern verhindert auch, dass die Ernte genau auf die Ferien fällt!

1. Gartentyp: wird es dieses Jahr eher blumig, oder soll eine reiche Gemüseernte her? Hochbeet, Bauerngarten oder ein grosser Topf auf dem Balkon? Mit einer guten Sortenwahl und guten Bio-Sämereien wächst überall etwas.

2. Gartengrösse: Bei knapper Fläche müssen Kompromisse gemacht werden, da lohnt es sich, auf ertragreiche Arten zu setzen. StangenbohnenTomaten und Gurken können in die Höhe gezogen werden und optimieren den Platz. Schnellwachsendes Gemüse wie SpinatSchnittsalat und Radiesli werden gestaffelt gesät und geerntet.

3. Zeit und Schwierigkeitsgrad: wie viel Zeit werden Sie Ihrem Garten widmen? Planen Sie eine realistische Dauer ein, am besten ein fester wöchentlicher Termin. So werden Sie nicht überwuchert und können Ihre Kulturen gesund halten.

4. Klima: Ihr Standort hat einen grossen Einfluss auf Ihren Garten. In höheren Lagen mit kurzer Vegetationsdauer gibt es Einschränkungen. Mit Vlies oder einem Gewächshaus lässt sich die Saison verlängern, letzteres schützt in einem feuchten Klima auch vor Regen.

5. Bodentyp: Schwere, steinige Böden sind für Wurzelgemüse wenig geeignet. Überprüfen Sie Ihren Bodentyp, richten Sie Ihre Kulturen danach, oder düngen Sie bei Nährstoffmangel.

6. Sonne: von LICHT ernähren sich Ihre Pflanzen. An schattigen Lagen können Sonnenanbeter wie Aubergine oder Tomaten mit dem besten Willen nur beschränkt wachsen. Berücksichtigen Sie dies bei Ihrer Gartenplanung.

Sobald Sie alle diese Fragen beantwortet haben, können Sie einen Gartenplan zeichnen wie zum Beispiel dieser hier. Wir wünsche schon jetzt ganz viel Erfolg im Garten und erfolgreiche Ernten mit unseren Biosamen!

 

KLEINER GARTEN: AUF DEM BALKON, IN TÖPFEN ODER IM HOCHBEET

Januar: Zeit für Gartenplanung!

Ein riesiger Garten ist nicht unbedingt nötig, um eine ansehnliche Ernte einzufahren. Ein gut geplanter Garten, klug bepflanzte Töpfe oder ein schönes Hochbeet können erstaunlich viel zur Ernährung einer kleinen Familie beitragen.

Gut geplant ist halb geerntet.

Säen Sie kleine Reihen an schnellwüchsigem Gemüse in regelmässigen Abständen. Alle 10 Tage eine Reihe Radiesli, Rucola und Schnittsalat sorgt das ganze Jahr hindurch für frisches Grün. Pflanzen Sie hochwachsende Arten (Tomaten, Stangenbohne) zuhinterst, damit für die anderen Kulturen genügend Licht bleibt. Nutzen Sie Abstände zwischen den Pflanzen, um schnellwachsendes Gemüse wie Spinat, Schnittsalat, Frühlingszwiebeln und asiatische Kohlgewächse zu säen.

Standortgerecht gärtnern.
Pflanzen haben ihre Ansprüche, daran lässt sich mit dem besten Willen nicht rütteln. Tomaten, Peperoni, Aubergine und Kürbisgewächse brauchen viel Licht und Wärme. Ist die Terrasse oder der Balkon etwas schattig, fährt man mit Bohnen, Salaten und Kräutern besser.

Von Grund auf gut.
Neben Licht und Wärme brauchen Pflanzen auch eine gute Lebensgrundlage – der Boden. Geben Sie ihnen ein möglichst grosses Erdvolumen: eine Tomate braucht mindestens 25 Liter. Wurzelgemüse braucht einen leichten, tiefgründigen Boden (mind. 25cm), um sich gut zu entwickeln. Salate, Kräuter und Asian Greens sind anspruchsloser.

Höhe nutzen.
Wählen Sie hochwachsende Sorten, um mehr auf kleiner Fläche zu produzieren. Stangenbohnen klettern an Stützen empor, Gurken und Tomaten lassen sich an Schnüren aufbinden. Ernten Sie regelmässig alles ab, damit die Pflanzen fortlaufend neue Früchte bilden. Bei Kürbisgewächsen kann eine manuelle Befruchtung notwendig sein (siehe S. 27).

Essen und trinken.
Ohne Wasser und Nährstoffe wächst keine Pflanze. Sichern Sie eine ausreichende Bewässerung – aber auch zu viel kann schlecht sein. Ein
Bio-Flüssigdünger (z.B. Hauert Biorga) kann in der empfohlenen Konzentration dem Giesswasser beigegeben werden, und sorgt für eine ausreichende Ernährung der Pflanze.

 

MITTLERER GARTEN: AUF 10–30 M2 TÄGLICH FRISCHES GEMÜSE

Januar: Zeit für Gartenplanung!

Mit dieser Gartengrösse können Sie täglich frisches Gemüse ernten, und während der Sommersaison zum Teil auf Zukäufe verzichten.

Einen guten Start hinlegen.
Früh sollten schon schnellwachsende Gemüse wie Erbsen, Rüebli, Radiesli, Salate und Frühlingszwiebeln gesät werden. Sie garantieren schon ab Mai erste Vitamine aus dem Garten.

Eisheilige Abwarten
Ab dem 15. Mai können Warmpflanzen wie Tomaten, Peperoni, Zucchini und Kürbisse ins FreiE gepflanzt werden. Idealerweise an einen warmen, sonnigen und regengeschützen Ort. Diese Pflanzen werden den ganzen Sommer über und bis in den Herbst für reiche Ernte sorgen.

Gestaffelt säen und ernten
Nutzen Sie den Platz optimal aus und maximieren Sie Ihre Ernte, indem Sie gestaffelt säen, z.B. alle 10-14 Tage eine Reihe Schnittsalat, Radiesli und
Karotten. Setzen Sie im Sommer Kohlrabi oder Blumenkohl zwischen Tomaten und Pepperoni, sie werden im Herbst deren Platz übernehmen.

Leere Flächen vermeiden
Vermeiden Sie Bodenerosion und nutzen Sie abgeräumte Flächen für eine wohltuende Gründünung – Bienenweide inklusive! Für den Herbst können Sie auf freie Flächen Spinat und Nüsslisalat säen: sie decken den Boden und liefern frisches Gemüse zu Weihnachten!

 

GROSSER GARTEN: > 30 M2. RUNDUM MIT EIGENEM GEMÜSE VERSORGT

Januar: Zeit für Gartenplanung!

Sie haben einen grösseren Garten und können ihm etwas Zeit widmen. Sie Glückspilz! Mit einem guten Konzept können Sie weitgehend auf gekauftes Gemüse verzichten.

Der frühe Säer hat die schönste Ernte
Sichern Sie sich eine frühe Ernte: säen Sie ab März Erbsen „Sprinter von Marbach“, Spinat, Frühkarotten „Tip Top“, Frühlingszwiebeln, Lauch und ein schönes Salat-Sortiment.

Für Nachschub sorgen
Säen Sie alle 1-2 Wochen neue Sätze Rucola, Schnittsalat „Mesclun“ und Radiesli „Saxa“.

Machen Sie Vorräte!
Ab dem 15. Mai werden Bohnen „Gartenglück“, Zucchini „Grey“ und Kürbis „Butternut“ gesetzt und sorgen für volle Erntekörbe. Über den Sommer werden auf abgeerntete Beete fortlaufend neue Arten gesät und gesetzt: Fenchel, Mangold, Asiatische Blattgemüse und Nüsslisalat für die
kalte Jahreszeit.

Wintergemüse nicht vergessen!
Erstaunlich viele Arten lassen sich im Winter anbauen: Klassiker wie Nüsslialat und Spinat, modernere Varianten wie Tatsoi, Pai Tsai und andere Asiatische Blattgemüse und Spezialitäten wie der Winterblumenkohl oder die Winterkefen. Somit sichern Sie sich Ihr frisches Grün im Winter und ernten bereits vor allen Anderen im Frühling.