Zoom auf den Igel - 11. July 2021

Der Igel (eigentlich Braunbrustigel, Erinaceus europaeus) ist eine kleine Säugetierart mit Stacheln auf dem Rücken. Igel sind nachtaktiv, d.h. sie schlafen tagsüber und sind nachts unterwegs. Da sie schlecht sehen, hilft ihnen ihr feines Gehör bei der Jagd.

Nach einer durchschnittlichen Tragezeit von 35 Tagen bringen Igelweibchen vier bis sieben Igelbabys in einem sorgfältig vorbereiteten Nest zur Welt. In guten Jahren werden die Jungen nach ungefähr 40 Tagen selbständig und die Mutter versucht, im selben Jahr ein zweites Mal zu werfen. Wenn die Bedingungen aber nicht ideal sind, betreut sie die Jungen des ersten Wurfs länger und verzichtet auf einen zweiten Wurf.

Die durchschnittliche Lebenserwartung von Igeln in freier Wildbahn liegt bei zwei bis drei Jahren.

Wenn im Herbst die Nächte länger werden, verändert sich die Physiologie der Igel. Im Herbst werden sie von einem unbändigen Bedürfnis nach Essen ergriffen. In Erwartung der kommenden Nahrungsknappheit fressen sie unaufhörlich und speichern die gesamte Energie, die sie für die Wintermonate brauchen, als Fett. Diese Fettschicht isoliert die Igel gegen die winterliche Kälte.

Wenn die Nahrung knapper wird und die Temperaturen unter ca. 5° - 7°C fallen, flüchten Igel in eines ihrer zuvor gebauten Nester und beginnen ihren Winterschlaf.

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