Zollinger Bio - 04. January 2021

Zollinger Bio

Als Pioniere haben sich unsere Eltern, Christine und Robert Zollinger, Anfang der 1980er Jahre der Erhaltung traditioneller Sorten und der biologischen Saatgutzüchtung gewidmet.

1984 begannen sie im Thurgau mit der Zucht und Vermehrung von verschiedenen Gemüse-, Kräuter-, und Blumenarten, von Anfang an in biologischer Qualität. Es brauchte drei Jahre Aufbauarbeit, bevor sie ein kleines Samensortiment anbieten konnten – der Beginn einer handfesten, langfristig tragenden Alternative zur sich verschärfenden Saatgutproblematik.

1991 bot sich die Gelegenheit, in Les Evouettes (VS) nahe beim Genfersee, einen 25 ha grossen Betrieb zu erwerben. Die neuen Land- und Platzverhältnisse erlaubten eine Ausdehnung des Artenspektrums und des Anbaus. Das Sortiment wurde laufend aufgestockt, so dass jetzt jeden Sommer über 400 verschiedene Pflanzenarten und –sorten in unserem Samengarten wachsen, blühen und fruchten.

Seit 2016 führen Til, Tizian und Tulipan Zollinger das Familiengeschäft in zweiter Generation, und bemühen sich, das bestmögliche Saatgut für Ihren Garten anbieten zu können.

Samen

Seit den Anfängen werden für alle Sorten eine eigene Entwicklungszucht und eine selbständige Saatgutvermehrung geführt – biologisch und absolut gentechfrei. Auch das Dreschen, Reinigen und Abpacken der Samen – meist Handarbeit – machen wir selber. Dank der Direktvermarktung per Post und dem Verkauf in Oekoläden bestimmen wir alleine über unser Sortiment und müssen uns nichts von grossen Detailhändlern diktieren lassen. Trotzdem sind die Samen vielen Gärtnerinnen und Gärtnern leicht zugänglich und finden somit in der ganzen Schweiz und im Ausland Verbreitung.

Über alle diese Zusendungen freuen wir uns und wir möchten dafür ganz herzlich danken.

Nach dem Aussäen der erhaltenen Samen im Versuchsgarten können wir die gelobten Eigenschaften selber kennenlernen und mit anderen Sorten vergleichen. Sprechen die gefundenen Merkmale für eine Verwendung der Sorte im hiesigen Hausgarten, setzen wir unsere Arbeit fort: Auslese besonders schöner Exemplare, Sammeln von sortenspezifischen Erfahrungen und Vermehrung von Saatgut. Dafür rechnen wir mit Zeitspannen von drei bis fünf Jahren. So konnten wir schon viele gute Sorten in unser Sortiment aufnehmen – andere stehen kurz davor – deren Vorkommen ohne unser Zutun als Folge von Saatgutproblematik und Sortenerrosion erloschen oder deren Erbmaterial in den Kellern von Genbanken verschwunden wäre. Beides ein Verlust. Für uns lebt eine Sorte erst dann richtig, wenn sie in vielen Gärten gesät, gepflanzt und genutzt wird.