Juli im Überblick - 02. July 2019

Prall gefüllte Erntekörbe und ein leuchtendes Blütenmeer: im Juli wird die harte Arbeit im Garten endlich belohnt! Damit Ihre Pflanzen gesund bleiben und die Ernte bis in den Herbst andauert haben wir unsere besten Tipps und Tricks für Sie zusammengestellt.

Regelmässig ernten, heisst mehr ernten!

Es scheint widersprüchlich, aber je regelmässiger Sie Ihre Pflanzen abernten, desto länger dauert die Ernteperiode. Das Ziel jeder Pflanze ist es, Samen zu produzieren um sich fortzupflanzen. Reifende Früchte bedeuten, dass dieses Ziel schon bald erreicht ist. Sie senden deshalb Signale, die die Bildung neuer Blüten unterdrücken. Wir empfehlen deshalb Ihre Pflanzen 2-3 Mal pro Woche zu kontrollieren und reife Früchte zu ernten. Dies ist insbesondere bei Erbsen, Kefen, Bohnen, Zucchini, Gurken oder auch Tomaten und Auberginen empfehlenswert. Schon 1-2 übersehene reife Früchte können die Bildung neuer Blüten unterdrücken.

Aussaaten im Juli

Bis Anfang Monat können noch die allerletzten Buschbohnen gestupft werden und verlängern die Ernte bis Anfang September. Um fortlaufend frisches Grün zu haben sollten zudem alle 10-14 Tage eine Reihe SchnittsalatSchaftzwiebelnRüebli und Schnittmangold gesät werden. Asiatische Blattgemüse wie Mizuna und Pai Tsai wachsen auch sehr schnell und können sowohl roh in Salat als auch gekocht oder gedünstet verwendet werden.

Achten Sie bei Salaten auf sommertaugliche, nicht-schiessende Sorten. Kagraner SommerWunder der Vier JahreszeitenPia oder Bataviasalate wie Gotham und Reine des Glaces sind besonders geeignet.

RadiesliRucolaBorretsch und verschiedene Endivien und Zichoriengewächse bringen Farbe, Geschmack und Abwechslung in Ihre Salate.

Denken Sie schon jetzt an die Wintervorräte! LagerkarottenWurzelpetersilieHerbstfenchel und Winterblumenkohlkönnen jetzt gesät werden.

Man glaubt es kaum, aber in weniger als sechs Monaten ist bereits Weihnachten! Was passt da besser zum Festmahl als frischer Nüsslisalat aus dem Garten? Bald säen!

Die vollständige Liste der aktuellen Aussaaten finden Sie wie immer in unserem Aussaatkalender.

Giessen ist gut, richtig giessen ist besser!

Alle Pflanzen brauchen Wasser: sie benötigen es um Nährstoffe aus dem Boden zu lösen und zu transportieren. Wasser wird für die Photosynthese gebraucht und dient der Pflanze zur Kühlung durch Verdunstung. Eine richtige Wasserversorgung trägt somit wesentlich zu gesunden und ertragreichen Pflanzen bei!

Bei Trockenheit sind die Wasserspeicher im Boden schnell ausgeschöpft. Damit Ihre Pflanzen nicht vertrocknen sollten Sie bei Bedarf giessen. Dabei gibt es einige Punkte zu beachten:

  • Giessen Sie vorzugsweise früh am Morgen oder spät abends. Ein plötzliches Giessen in praller Sonne kann Stress verursachen und Ihre Pflanzen schwächen.
  • Vermeiden Sie die kalte Dusche: genau wie Sie bevorzugen Pflanzen aufgewärmtes Wasser. Füllen Sie Ihre Giesskannen am Morgen und lassen Sie sie tagsüber von der Sonne aufwärmen!
  • Vermeiden Sie das Benetzen der Blätter: giessen Sie möglichst bodennah, damit das Wasser dort verfügbar ist wo es gebraucht wird: bei den Wurzeln. Nasse Blätter sind zudem anfälliger auf Pilzkrankheiten wie Mehltau, gerade bei heikleren Pflanzen wie Tomaten, Zucchini oder Gurken
  • Wasser ist kostbar, gehen Sie sorgsam damit um! Verwenden Sie wenn immer möglich Regenwasser, das nicht nur gratis sondern auch viel weicher ist. Damit verhindern Sie eine Versalzung des Bodens. Vermeiden Sie ein grossflächiges Giessen mittels Regner oder Düse: gezieltes Giessen Ihrer Pflanzen ist effizienter und verringert zudem den Unkrautdruck!

Dünger und Kompost

Ja, ALLE Pflanzen brauchen Nährstoffe, auch im Bio-Anbau. Starkzehrer (Kürbisse, Gurken, Zucchini, Tomaten, Kohl etc.) schätzen eine Kompost- oder Düngergabe besonders, gerade in Töpfen oder Hochbeeten wo die Nährstoffe in den kleinen Erdvolumen schnell ausgeschöpft sind. Am einfachsten geht es mit einem Flüssigdünger, der gemäss Herstellerangaben dem Giesswasser beigemischt wird. Wir haben gute Erfahrungen mit den Hauert Biorga-Produkten gemacht(https://www.hauert.com/hauert-produkte/gemuese/biologische-duenger-fuer-gemuese/). Auch selbstgemachte Brennesselgülle wirkt Wunder.

Tomatenpflege

Tomaten schätzen das warme Sommerwetter, die ersten Früchte werden reif. Überprüfen Sie regelmässig Ihre Pflanzen und binden Sie sie bei Bedarf auf. Damit die Pflanze genug Energie für die Bildung der Früchte hat und nicht in überflüssiges Blattwerk investiert sollten bei Bedarf die Seitenzweige ausgebrochen werden. Unsere Anleitung dazu finden Sie hier. 

Im Sommer kann die Blütenendfäule auftreten, insbesondere bei grossfruchtigen Tomaten oder bei Anbau im Topf. Dies ist keine Krankheit, sondern eine Mangelerscheinung: die Pflanze kann nicht genügend Kalzium aufnehmen. Dies kann dank unserer Tipps auf einfache Weise behoben werden.

Der Kalender kann hier heruntergeladen werden.

Juli im Überblick