Bohnen: so wachsen sie am besten! - 10. April 2019

Die Gartenbohne wurde bereits von den Indianern Südamerikas angebaut, und wurde von den Amerikafahrern im 16. Jahrhundert nach Europa gebracht. Sehr schnell entwickelten sich lokale Sorten, doch die subtropische Herkunft verlangt noch immer einige gärtnerische Tricks, damit die Ernte auch reich ausfällt.

Bohnen: so wachsen sie am besten!

ANLEITUNG
Bohnen dürfen erst nach dem letzten Frost gesät werden (ab Mitte Mai). Ideal ist eine Bodentemperatur von mindestens 15°C. Weichen Sie die Bohnen vor der Saat eine Nachtlang in kaltem Kamillentee ein, so saugen sie sich mit Feuchtigkeit voll, und keimen schneller.

Bohnen sollten auf keinen Fall zu tief gesät werden: ziehen Sie eine ca. 1 cm tiefe Rinne in das fein vorbereitete Gartenbeet, und decken Sie die Samen mit einer dünnen Erdschicht zu, wie die alte Gartenweisheit sagt: «Bohnen müssen die Glocken läuten hören»!

Buschbohnen: säen Sie die Samen in einem Abstand von 5–8 cm, in Reihen von ca. 30–40 cm Abstand. Später hacken, und zweimal leicht anhäufeln.

Stangenbohnen: Zeichnen Sie im Abstand von 60 cm Kreise mit einem Durchmesser von 20 cm und einer Tiefe von 1–2 cm. Legen Sie 6–7 Bohnensamen rein, und decken sie mit einer feinen Erdschicht zu. Stecken Sie anschliessend als Kletterhilfe 2.5 m lange Stangen in jeden Kreis.

Schützen Sie die Saat: die Bohnensaatfliege legt ihre Eier in die zarten Keimlinge. Decken Sie die Samen direkt nach der Saat während 10 Tagen mit einem Netz oder einem Vlies!

Ertrag: Reiche Kompostgaben lohnen sich.

Mischkultur: Bohnen stehen gut im Wechsel mit Randen, Lauch, Sellerie und Rettich.

TIPP
Gewinnen Sie Zeit, und ziehen Sie Bohnen im Topf vor! Säen Sie Anfang Mai 1–2 Bohnen in einen 10-er Topf, und lassen Sie sie bei 20°C wachsen. Ab dem 15. Mai ins Freie pflanzen.

Bohnen: so wachsen sie am besten!