Der Frechdachs - 28. Februar 2008

  Hat der Frechdachs doch tatsächlich auch die feinen Rüebli entdeckt! (vgl. blog von 27. Januar) Erst dachte ich, es wären ein paar Rüebli vom letzten Herbst, die von der Ernte her noch auf dem Feld lägen. Doch beim Näherhinsehen war es klar: Da ist jemand am Werk, der Rüebli über alles liebt. Ein Hase? Unmöglich! Ausgerissen, ausgegraben, angefressen, fortgeschleudert, da war eine Rüebli-Orgie gefeiert worden und zwar nachts! Robert und ich knieten auf den Boden und suchten Spuren. Tatzen fanden wir und zwar ansehnliche, DACHSEN-TATZEN. So deckten wir die übrig gebliebenen Rüebli mit Vlies ab und hätten gerne gesehen, was der Dachs in der folgenden Nacht für ein Gesicht gemacht hat. Spielverderber, wird er gedacht haben. Am Montag haben wir den Treibbeetkasten gerichtet. Mit frischem, strohigem Rossmist wird er bis 10 cm unter den Rand gefüllt und leicht angestampft. Die Treibbeetfenster werden aufgelegt und schon am nächsten Morgen hat sich eine Hitze im Kasten entwickelt. Es wäre viel zu heiss für die jungen Saaten. So lüften wir noch etwas und erst am Mittwoch dürfen die gekeimten Pflänzchen in den Kasten. So machen wir das jedes Jahr, gemäss traditionellem Gärtnerhandwerk. Auch wenn es draussen noch winterlich kalt ist, heizt der Rossmist so stark, dass Tomaten, Auberginen und Paprika fröhlich zu Setzlingen heranwachsen. Wir brauchen keinen Tropfen Heizöl dazu.