Wintergemüse – sorgen Sie für Vitaminreserven! - 20. Juli 2019

Gerade in der kalten Jahreszeit ist der Bedarf an gesundem Grünfutter besonders hoch. Doch weit und breit keine knackigen Gurken, aromatische Paprikas oder saftige Tomaten (ausser Sie haben die Lagertomate "Vesuvio" angebaut).

Wie löst man diesen Widerspruch? Viel einfacher als man denkt: neben Klassikern wie Lagerkarotten oder Kartoffeln gibt es viele Arten, die auch in der kalten Jahreszeit wachsen.

Salate: Bis weit in den Oktober oder gar November wachsen robuste Salate wie Reine des Glaces, Parinice, Italienischer Grüner, Poschiavo, Cocodelo oder Black Hawk. Selbst auf dem Balkon kann man noch im September gesäten Schnittsalat wie unseren Mesclun ernten.

Nüsslisalat: die perfekte Begleitung fürs Weihnachtsessen! Bis Ende August direkt ins Gartenbeet säen und ab Dezember den ganzen Winter über ernten. Tipp: sorgen Sie für Abwechslung mit verschiedenen Sorten. Der klassiche, robuste Duplex mischt sich perfekt mit der originelle Löffelform der "Coquilles de Louviers", und "Goldherz" bringt Farbe auf den Teller. Diese Blätter werden nach dem ersten Frost gelb.

Asiatische Blattgemüse: wir lieben sie. Einfach im Anbau, schnellwachsend, ausgiebig und gesund! Arten wie Pai Tsai, Pak Choi und Michihili werden jetzt in Schalen gesät, und anschliessend ins Freie gepflanzt. Von Oktober bis Dezember können die zarten Blätter vorzu geerntet werden und bereichern Salate oder gekochte Gerichte. Tipp: sät man sie in das leere Tomatenhaus oder an geschützten Lagen, können sie sogar überwintern. Ab März spriessen sie hoch und erlauben eine erneute Ernte. Kurz vor der Blüte geerntet, sind die zarten Sprossen eine einmalige Delikatesse – ähnlich der "Cime di Rapa" in Italien.

Bodenkohlrabi, Räben, Rettich: diese klassischen Wurzelgemüse erleben zu Recht eine Renaissance. Dank Direktsaat sind sie einfach im Anbau, wachsen schnell und können von September bis November geerntet werden – die idealen Folgekulturen auf abgeernteten Gemüsebeeten! Im Keller können sie lange gelagert werden, und werden sowohl roh, als Salate oder in feinen Suppen und Eintopfgerichten zubereitet.

Spinat: bis Mitte September wird er direkt ins Beet gesät und versorgt uns den ganzen Winter über mit gesundem Blattgrün. Spinat ist ausserdem eine sehr gute Gründüngung und belebt den Boden!

Zichoriengewächse: Gesünder als Cicorino, Grumolo, Radicchio und Zuckerhut geht kaum. Im August gesät liefern sie je nach Sorte ab November bis Mai knackige, frische Blätter für Salate. Einige Sorten sind leicht bitter - doch Bitterkeit bedeutet oftmals wertvolle Inhaltsstoffe! Die Engländer sprechen von "Acquired Taste": einen Geschmack, auf den man kommen muss. Versuchen Sies, man wird bald süchtig danach! ;-)

Wintergemüse – sorgen Sie für Vitaminreserven!