Saaten ausdünnen - 10. April 2019

Auch Pflanzen haben Anspruch auf "Privatsphäre", respektive Platz, um sich gut zu entwickeln. So kommen Ihre Schützlinge zu genügend Licht, Wasser und Nährstoffen und die Wurzeln haben den benötigen Platz. Das Ausdünnen von Saaten kann auch den Befall von Pilzkrankheiten reduzieren, da eine gute Durchlüftung des Blattwerks weniger Feuchtigkeit bedeutet.

Eine gute Frage: warum wird dann nicht einfach weniger dicht gesät?

Trotz hoher Keimrate im Keimlabor kann es vorkommen, dass im Garten nicht alle Samen gleich regelmässig keimen. Das kann dazu führen, dass es in der Saatreihe dann unerwünschte Lücken gibt, die zu Ernteausfällen und vermehrtem Unkrautdruck führen. Es ist deshalb einfacher, etwas dichter zu säen und bei Bedarf auszudünnen.

Wann?

Zu spätes Ausdünnen kann die Saat schädigen, weil man beim Ausreissen der Keimlinge das Wurzelwerk der Nachbarpflanzen beschädigt. Die meisten Saaten werden ausgedünnt, wenn die Keimlinge ca 6-7cm hoch sind und schon mehrere Blätter haben. Leichtes Anfeuchten der Erde erleichtert die Arbeit und verhindert Schäden an den Nachbarpflanzen. Am besten werden die Saaten abends ausgedünnt, damit die Verbleibenden nicht noch einem Hitzestress ausgesetzt werden.

Wie?

Bei zu dichten Saaten werden die benötigten Abstände durch auszupfen von Pflanzen geschafft. Gerade bei Wurzelgemüse sollte sorgfältig gearbeitet werden, denn beschädigtes Wurzelwerk wird sich negativ auf die Qualität auswirken.

Abstand

Je nach Art muss der Abstand zwischen den Pflanzen angepasst werden. Die Faustregel lautet: mindestens 5 cm zwischen zwei Pflanzen. Einige Angaben zu gängigen Arten finden Sie hier:

  • Randen (8- bis 15-cm Abstand)
  • Karotten (Abstand 5 bis 8 cm)
  • Salat (45 bis 60 cm Abstand)
  • Zwiebeln (8 bis 12 cm Abstand)
  • Pastinaken (8 bis 15 cm Abstand)
  • Radiesli (Abstand 5 bis 8 cm)
  • Rutabagas (20-Zoll-Abstand)
  • Spinat (5- bis 15-Zoll-Abstand)
  • Rüben (5- bis 10-Zoll-Abstand)