Samenernte: einmal gut, einmal schlecht - 16. Juni 2014

Zuerst die gute Nachricht für Wochenmarkt-GärtnerInnen und Zwiebelliebhaber allgemein

Wir haben eine so grosse und gute Samenernte von den roten Schaftzwiebeln eingefahren, dass ab sofort 100 Gramm-Packungen bestellt werden können (Artikelnummer 40166). Schaftzwiebeln können noch bis August ausgesät werden. Im Tunnel gepflanzt überwintern sie so gut, dass laufend bis in den April hinein geerntet werden kann. Gärtner-Tipp: Säen Sie in Anzuchtplatten oder Erdpresstöpfchen (im Katalog auf Seite 57 beschrieben) und setzten Sie auf Abdeckfolie, so fällt das Jäten beinahe weg.

Und nun leider auch zur schlechten Nachricht

Ab Mitte Mai trafen bei uns Meldungen ein, die Stangenbohne Weinländerin keime nicht. Wir nahmen es gelassen, wiesen auf das kalt-feuchte Wetter hin, das ideal sei für den Bohnenfliegenbefall, (siehe Blog vom Mai 2013 und 2014) und rieten den verzweifelten GärtnerInnen, eine Schönwetterperiode abzuwarten und nochmals zu säen.

Aber dann häuften sich die Anrufe und immer ging es um die Weinländerin. So wiederholte ich die Keimproben von den verschiedenen Posten und siehe, da war ein Posten dabei, der gar nicht keimen wollte. Das war nun peinlich, hatten wir doch vermeintlich nur Samen abgepackt, die im November den Keimtest gut bestanden hatten. Bäuerinnen klagten, dass sie für Dörrbohnen nur Weinländerin verwenden und keine andere Sorte; was sollten sie nun tun?

So ist das mit den Saaten, doch zum Glück höchst selten: Man sät, wartet ein bisschen, wartet noch ein bisschen, bis es dann endgültig klar ist: da kommt nichts mehr. Und schon ist wertvolle Zeit im fortschreitenden Gartenjahr verloren gegangen, sie kann kaum mehr aufgeholt werden. Eine kleine Katastrophe also.

Allen, die Pech hatten mit der Weinländerin, rate ich, für dieses Jahr noch die Stangenbohne „JULI“ zu säen, die sehr frühzeitig reift, ertragreich ist und auch gut schmeckt. Melden Sie sich!