Der Federkohl – ein Prachtskerl - 08. April 2014

Wer schreibt denn jetzt mitten im Bluescht vom Federkohl? Lassen wir das Wintergemüse hinter uns und wenden uns den frischen Dingen zu!

Ja, was solls denn heute sein, fragte ich mich heute als es ums Kochen ging. Da gibt es noch nichts Frisches im Garten...

Ein Streifzug übers Feld führt mich zum Federkohl. Seit letztem Herbst versorgen uns seine dunkelgrünen, gekrausten Blätter mit Vitaminen und Mineralstoffen, vor allem Kalzium. Nun aber soll er in die Blüte gehen, auf dass im Sommer die Samen reifen. Gerade auf diese jungen Blütensprossen habe ich es abgesehen: hellgrün, knackig-zart sind sie, eigentlich das frischeste Frühlingsgemüse, das man sich denken kann. So ein Prachtskerl ist der Federkohl: Erst währschaftes nördliches Wintergemüse, gerne in Gesellschaft mit Speck und Wurst (!) und schwups wandelt er sich zum trendigen leichten Sprossgemüse, wobei er den Asiaten ( ich meine Asian Greens) in nichts nachsteht.

So hol ich auf dem Rückweg zum Haus aus dem Folientunnel noch eine rote Schaftzwiebel, aus der Gfrühri ein paar Erbsen, lass alles im Olivenöl kurz anziehen und rühre 2 Eier dazu.

Solch kulinarisches Glück gibt es nicht zu kaufen, es fällt dem Gartenfreund im Frühling zu.