Was der Kuckuck mit „cash“ zu tun hat und was es schon alles zu ernten gibt - 06. Mai 2010

Wer Glück hat, kann ihn hören, seltener zwar jedes Jahr, doch umso beschenkter fühlt man sich; und wenn man dazu noch Geld im Sack hat, so hiess es früher und auch heute noch, dann sei man reich oder werde es. Als Kinder wollten wir alle reich werden und achteten darauf, ein paar Batzen im Schürzentäschchen zu haben in besagter Jahreszeit. Was es damit auf sich hat, hab ich erst viel später herausgefunden und zwar als wir jung und voller Elan uns ins Wagnis der Selbstversorgung stürzten: Nach einem vollen Sommer, Herbst und halben Winter inbrünstigen Kauens waren im Frühling die Vorräte leer und die paar lampigen Rüebli im Keller mochten das Herz, geschweige den Gaumen, auch nicht mehr erfreuen. Wer also in früheren Zeiten beim Ruf des Kuckucks auf dem Markt noch etwas verkaufen konnte und mit Geld im Sack nach Hause und nicht ins Wirtshaus ging, der konnte getrost auf die neue Ernte warten. So war das. Kein hübsches Kreditkärtchen, kein noch so sicher angelegtes Geld nützt Dir was, wenn die Banken bankrott vortäuschen und die kleinen ersparten Sümmchen gebündelt in andere Kanäle leiten. Also, das Geld soll im Sack sein, cash sozusagen, wenn der Kuckuck ruft. Nun, wir haben dazugelernt und geniessen bereits -dank dem Einsatz kluger Gartentechnik und der Wahl der richtigen Sorten- seit März frisches Gemüse. Vom Winterblumenkohl, hab ich das letztemal geschwärmt, über Tatsoi-, Pakchoi- und Chinakohlsprossen hab ich im Katalog 2010 (Seite 22) geschrieben. Der Winterlatthugino „Krauser von Changins“ machte just auf Ostern seine kleinen Köpfchen und schon ernten wir von den ersten Frühlings-Freilandsaaten: Radieschen „Cherry Belle“, Türkische Kresse und Rucola, und der Misticanza zeigt sich in seiner vielversprechenden Vielfalt. Es sei der schönste Misticanza weit und breit, versichern uns die KundInnen immer wieder.